Erlebnisbericht Preikestolen

Noch heute frage ich mich, wie die Frau mit den Stöckelschuhen neben mir den Aufstieg zum Preikestolen überhaupt antreten konnte, denn der teilweise nur aus Felsbrocken bestehende Weg forderte nebst vollster Konzentration vor allem festes Schuhwerk.

Vorbei ging es an einem moorigen Hochplateau, malerischen Bergseen und weit ins Land reichenden Waldstücken bis ich nach ca. 1,5 Stunden die Felskanzel erreichte. Oben angekommen konnte ich es kaum fassen: Auf der einen Seite der gewaltige Ausblick auf den Lysefjord, auf der anderen das 600m steil abfallende Felsplateau – ein großartiges Erlebnis, das mich vor Ehrfurcht den anstrengenden Aufstieg vergessen ließ.

Der Preikestolen macht jeden zum Norwegen-Fan

Dieser, mein damals erster Norwegen-Ausflug, machte Lust auf mehr, denn er übertraf meine Erwartungen bei Weitem. Nicht nur konnte ich Norwegen in nur wenigen Stunden von seiner schönsten Seite und in ganzer Vielfalt erleben, sondern auch über mich hinauswachsen – eine Erfahrung, die verbindet und die man so schnell nicht wieder vergisst.

Selbst die Frau in Stöckelschuhen hat’s geschafft

Zwar ist vor allem der erste Anstieg sehr anstrengend, doch gibt es auch viele ebene Wege, sodass auch ungeübte Wanderer die Strecke mit ein wenig Anstrengung und Motivation meistern können – die Frau in Stöckelschuhen entdeckte ich übrigens oben angekommen wieder. Sie hat es also auch geschafft 🙂

Nützliches:

Parken: Parkplatz am Berggasthof Preikestolen Fjellstue. 200,00 NOK pro Pkw; 800,00 NOK pro Bus (Stand 2018)

Wanderstrecke: Hin- und Rückweg ca. 7,6km. 500 Höhenmeter. Ca. 2 Stunden pro Weg

Mitbringen: feste Schuhe, ausreichend zu trinken

Hinweis: Natürlich hat jeder ein natürliches Risikobewusstsein, welches es einem verbietet, wilde Aktionen am Rande des Abgrunds durchzuführen. Dennoch sollten alle Teilnehmer über mögliche Gefahren aufgeklärt werden, da es keine Abgrenzungen oder Geländer gibt.

Von diesen Häusern lohnt ein Ausflug zum Preikestolen:

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