Leitfaden: Wie bereite ich eine Kanutour vor?

Für Naturburschen und Waldelfinnen: Eine Kanutour in Schweden ist ein echtes Highlight – will aber wohl geplant sein. Ein Leitfaden.

Als mich zwei meiner Teilnehmer während der letztjährigen Freizeit Jahr gefragt haben, ob Sie bei 13° und Regen einen Kanuausflug über den 8° kalten See machen können – wir waren im Oktober unterwegs – war das wohl der Moment, in dem mir spätestens klargeworden ist, dass eine Kanutour auf JEDER Freizeit das absolute Highlight ist.

Da liegt die Idee eine ausführliche Kanutour zu machen, wenn man den Sommer in Schweden – und nicht den Oktober in Deutschland – verbringt, sehr nahe. Hier also einmal ein Leitfaden zum Einstieg für Gruppenleiter, die eine Kanutour anbieten wollen:

Was brauche ich für eine Kanutour?

Eine Gruppe, Kanus, eine Route – und eine gehörige Portion Lust auf Flexibilität und Spontanität. Das sind schon alle wesentlichen Dinge. Im Hintergrund fallen bei meinen Kollegen gerade noch die Begriffe Gaskocher, Rettungsschwimmer und Klappspaten, aber die Details findet Ihr in ein paar Wochen in den entsprechenden Artikeln.

15-25 Personen sind eine ideale Kanutour-Größe

Wichtig ist, dass der Schwierigkeitsgrad der Route auf die Gruppe abgestimmt ist. Ihr findet in unserem Programm mit den Routen Svartälven und Berglagskanal zwei Routen, die wir unseren Jugendgruppen (auch den ungeübten!) uneingeschränkt empfehlen können.
Zelte könnt Ihr bei Leif – so heißt der findige Schwede, der die beiden Routen betreut – ganz unkompliziert mitmieten.
Die Anreise könnt Ihr dabei ganz bequem in PKWs halten. Wir empfehlen für eine Kanugruppe eine Größe zwischen 15 und 25 Personen, da ist eine Anreise in Gemeindebullis und Ähnlichem lohnender als im großen Bus.

Ab zur Anlegestelle!

Zusammen mit Leif und den Kanus geht es dann mit der Gruppe und euren Fahrzeugen zur ersten Anlegestelle. Dort wird alles und jeder ausgeladen, ehe die Fahrer mit Leif zurückfahren und vom ihm zurückgefahren werden. Die Fahrzeuge können Sie während der Tour bei Leif in Karlskrona stehenlassen.

Lebensmittel empfehlen wir für die ganze Tour vorzukaufen und mitzunehmen. Einige Anlegestellen sind mit Fahrzeugen nur äußerst schwer zu erreichen. Außerdem finden wir, dass man die ganze Freiheit einer solchen Kanutour nur dann erfahren kann, wenn man sich morgens keine Gedanken machen muss, wie man dem Bullifahrer – wenn dieser nicht auch im Kanu sitzt! – erklären muss, dass die Anlegestelle des letzten Abends so schön ist, dass man noch einen zweiten Tag bleibt und wo man eigentlich überhaupt derzeit genau ist – auch das gehört zur Freiheit, die man so auf der Svartälven-Route erfahren kann.

Nach der Kanutour: Ab ins Gruppenhaus!

Nach erfolgreich absolvierter Kanutour gönnen sich übrigens fast alle unserer Gruppen noch eine Woche Entspannung in einem unserer Häuser. Besonders beliebt sind hier die Anlagen Högsma, Greagården, Gussjostügan, Sörgarden i Köping und Idrottsgarden.

Denn: Eine Kanutour ist vom Komfort sehr einfach. Kochen auf einem Campingkocher, den Klappspaten wenn man mal “für kleine Waldelfinnen” muss mit in den Wald nehmen und Übernachtungen an einfachen Anlegestellen sind zwar genau die Dinge, die das Abenteuer dieser Reise ausmachen – aber es ist umso schöner, wenn man sich nachher für die Mühen belohnen kann und den Gruppenprozess in einem gemütlichen Gruppenhaus abrundet.

Der Großteil der Vorbereitung findet also im Kopf statt: Wenn man sich darüber klar ist, dass man Kanuwandern so richtig will, ist der Rest ein wunderbarer Mix aus „jeden Morgen neu entscheiden, was man den Tag über macht“ und die Herausforderungen der – fantastischen! – schwedischen Natur hautnah erleben zu können.

Bilder-Galerie zum Schwärmen und Vorfreuen!

Diese Häuser sind perfekt nach der Kanutour:

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