Freizeit vorbei – und jetzt? So motiviert ihr Teilnehmende für die Gruppenarbeit zuhause

Gemeinschaft erleben im Freizeitheim Ascheloh für Kinder- und Jugendfreizeiten

Der Höhepunkt des Sommers ist vorbei. Teilnehmende und Betreuende haben eine tolle Reise gehabt, gemeinsam Abenteuer erlebt, sind als Gruppe zusammengewachsen, am Abschiedsabend lagen sich alle weinend in den Armen. Einige sind über die Freizeit vielleicht zum ersten Mal in Kontakt mit der Einrichtung gekommen und bis in die Haarspitzen motiviert, sich weiter zu engagieren.

Die Gruppenleitung hingegen ist völlig k.o. und hat gerade noch genug Energie, das Material wieder richtig zu verstauen. Zwischen dem Ende einer Freizeit und dem Beginn der Gemeinde- oder Verbandsarbeit nach der Sommerpause liegen zudem oft noch einige Wochen, sodass die Motivation und Identifikation der Gruppe häufig in einem Vakuum verpufft. Wie schaffen Freizeitleitende es also, den positiven Vibe und das starke Gruppengefühl mit rüber zu nehmen in den Alltag der Institution zuhause?

Auf welchen Ebenen könnt ihr die Teilnehmenden abholen?

Zunächst einmal sollten Leitende reflektieren, auf welcher Ebene sie die Teilnehmenden mit der Freizeit am ehesten erreicht haben. Im zweiten Schritt kann dann geguckt werden, wie sie die Leute auf der jeweiligen Ebene emotional abholen und als Nachwuchs für den eigenen Verband oder die Gemeinde gewinnen lassen. Das können unterschiedliche Ebene sein:

  • Inhaltliche Ebene

    Möglicherweise sind Teilnehmende im Rahmen der Freizeit zum ersten Mal in Kontakt mit einer bestimmten Idee gekommen, an der sie Gefallen finden – beispielsweise Glaube, Ersthelferausbildung, Tierschutz oder andere.
    Hier ist es gut, wenn schon während der Freizeit Angebote in Aussicht gestellt werden, die auch nach der Rückkehr weiter besucht werden können. Beispielsweise ein wöchentlicher Jugendtreff, Konfirmandenarbeit, eine Projektgruppe oder geplante Workshops.

  • Ebene der Vorbildfunktion

    Manche Teenager finden in älteren Teamern ein Vorbild und entwickeln über die Zeit ein Gefühl von „Bei denen mitzumachen, würde mir auch richtig Spaß machen!“
    Für diese Teilnehmenden bietet es sich an, ihnen eine konkrete Aufgabe oder vielleicht sogar eine Ausbildung als Gruppenleiter in Aussicht zu stellen.

  • Auf sozialer Ebene

    Auf jeden Teilnehmenden wirken die Erlebnisse im Kontext einer Gruppe anders ein. Kinder genießen oft die spielerischen Momente, Teenager befinden sich nicht selten in einer Phase der Persönlichkeitsbildung und Teamer sind manchmal auf der Suche nach Berufsideen oder Partnerschaften für sich selbst.
    Hier kann eine weitsichtige Planung hilfreich sein. Wenn Gruppenleiter schon während der Freizeit wissen, wohin die Reise im nächsten Sommer geht, haben alle ein langfristiges, soziales Ziel vor Augen, bei dem die schönen Erlebnisse hoffentlich wiederholt werden können.

  • Auf gar keiner Ebene

    Manchmal passiert es auch, dass Teilnehmende zwar eine schöne Zeit verbracht haben, sich aber mit keinem Aspekt so richtig identifizieren können. Das ist völlig okay, die Freizeit hat immer auch einen Wert an sich für die Menschen.
    Diese Gruppe muss man einfach fröhlich ziehen lassen und kann zumindest auf positive Mundpropaganda hoffen.

Um den Übergang von Freizeit in Gemeinde- oder Verbandsalltag so leicht wie möglich zu gestalten, haben wir noch drei praktische Tipps für euch:

  1. Denkt die Nachbereitung der Freizeit von vorneherein mit. Programmplanung, Mitarbeitersuche, Werbung für die Freizeit, Anmeldeprozedere… Oft wird enorm viel Kraft in die Vorbereitung und Durchführung der Reise gesteckt und für die Zeit danach fühlt sich plötzlich niemand mehr zuständig. Deswegen: Bestimmt schon zu Beginn der Planungsphase einen Mitarbeitenden, der beispielsweise ein Nachtreffen organisiert und kurz vor Reisebeginn schon mal Kapazitäten und Bedarfe bei den Angeboten oder Gruppen in der Institution zuhause abfragt, an die später möglicherweise neue Mitglieder vermittelt werden können.
  2. Plant nach etwa zwei Dritteln der Reise Zeit für eine Besprechung im Leitungsteam ein. Versucht schon vor Ort zu identifizieren, wie sich die einzelnen Mitwirkenden entwickeln und wo Anknüpfungspunkte nach der Rückkehr sein könnten. Kommuniziert mögliche Ideen bei Gelegenheit noch während der Freizeit.
  3. Organisiert ein Nachtreffen – aber mit Übernachtung! Eine Pyjamaparty im Gemeindehaus bildet am ehesten das Gefühl ab, was die Teilnehmenden während der Freizeit hatten. Um gut miteinander ins Spiel zu kommen und sich emotional öffnen zu können, braucht es einfach eine gewisse Vorlaufzeit. Ein reiner Dia-Abend mit Buffet verpufft eher.

Welche Erfahrungen habt ihr im Nachgang eurer Freizeit gemacht? Schreibt uns gerne!

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