Freizeitwerbung-Ratgeber Folge 2: Soziale Netzwerke

Unsere Ratgeber-Reihe zur Freizeitwerbung nimmt in dieser Folge soziale Netzwerke unter die Lupe. Auf welche sollte ich setzen? Wie kann ich sie bespielen? Wie spreche ich erfolgreich ehemalige, zukünftige und aktuelle Teilis an? Und lesen die Eltern wohl mit?

Das Wichtigste für erfolgreiche Werbung in sozialen Netzwerken ist: Wenn ihr etwas anfangt, macht es auch richtig. Ein gähnend leeres Instagram-Profil, eine inaktive Facebook-Seite, ein nichtzwitschernder Twitter-Account: Das macht misstrauisch.

Bevor ihr also überhaupt startet, gilt: Überlegt euch, für welches Netzwerk ihr überhaupt genug Inhalte beisteuern könnt. Und dann gehts los!

Wählt eure Netzwerke

Zu der Überlegung gehören zwei zentrale Gedanken. Zunächst solltet ihr wissen, welche Netzwerke von euren Hauptzielgruppen überhaupt genutzt werden. Dabei gilt natürlich: Eure Zielgruppe sind nicht nur potentielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch die Eltern oder Erziehungsberechtigten.

Außerdem solltet ihr euch überlegen: Welche Beiträge könnt ihr überhaupt gut produzieren? Habt ihr niemanden mit einem Händchen für Fotos, spart euch Instagram. Kann bei euch keiner ordentlich schreiben: Verzichtet auf einen Blog. Könnt ihr euch nicht kurzfassen? Hände weg von Twitter.

Schreibt einen Redaktionsplan!

Gute Arbeit in sozialen Netzwerken ist kein Zufallsprodukt. Ihr solltet in jedem Fall einen Redaktionsplan machen. Dafür schreibt ihr euch in eine Jahresübersicht, wann ihr welche Aktitvitäten auf eurem Profil plant. Dabei solltet ihr darauf achten, niemals eine Woche ohne Post zu planen. Und klar: Auf manchen Kanälen ist eine Aktivität pro Woche viel zu wenig. Aber euer Redaktionsplan garantiert euch dieses Mindestmaß.

Was aber gehört in euren Redaktionsplan?

Ihr legt in diesem Plan fest, zu welchem Zeitpunkt welcher Inhalt in welcher Form gepostet wird und wer sich darum kümmert. Also zum Beispiel “27.02.2019, Einladung zur Infoveranstaltung bewerben, Text und Foto, Armin”. Wenn ihr diese Liste gut gepflegt habt, wird euer Kanal nicht leerlaufen.

Solltet ihr übrigens planen, mehrere soziale Netzwerke zu bespielen, dann solltet ihr auch für jeden Kanal einen Redaktionsplan aufstellen. Dabei kann man natürlich manche Themen auf mehreren Kanälen mehrfach verwerten!

Facebook

Das immernoch bedeutendste Netzwerk solltet ihr in jedem Fall in Betracht ziehen – auch wenn es bei Jugendlichen oder Kindern weniger genutzt wird. Aber gerade um auch Eltern zu erreichen, eignet sich Facebook ideal. Ein weiterer Vorteil ist: Ihr könnt mit sehr vielfältigen Medien auftreten. Fotos, Flyer, Texte, Videos, Veranstaltungen und, und, und…

Wenn eure ersten Posts gesetzt sind, motiviert euer Team, diese Posts zu liken, zu teilen, zu kommentieren. Wichtig ist, dass euer Profil lebendig aussieht und möglichst bald eine dichte Vernetzung erreicht. Dann engagieren sich auch fremde Menschen mal auf dem Profil. Dazu gehört übrigens auch, dass ihr von eurem Profil aus andere Seiten liked, Beiträge kommentiert

Instagram

Instagram lohnt nur, wenn ihr wirklich regelmäßig gute Fotos posten könnt. Da eine Freizeit aber ja ein einmaliges Event ist, ist eine Langfristplanung schwierig. Ich empfehle, Fotos von der letztjährigen Freizeit über das Folgejahr zu strecken und immer wieder schöne Eindrücke wöchentlich zu platzieren. Natürlich auch nicht vergessen: Fotos aus euren Mitarbeiterrunden, vom Großeinkauf des Materials, der Erste-Hilfe-Schulung oder dem Vortreffen erzählen auch Geschichten. Manches mag uninteressant wirken – aber in der Summe dieser Posts entsteht der gute Eindruck!

Twitter

Meine persönliche Haltung zu Twitter-Accounts für Jugendfreizeiten: Postet dort lieber von bereits bestehenden Accounts. Habt ihr jemanden im Team, der gut auf Twitter vernetzt ist? Hat eure Organisation einen Twitter-Account? Dann nutzt diesen. Ein eigenes Netzwerk aufzubauen ist sonst sehr mühsam mit so einer Einjahresfliege wie einer Jugendfreizeit. Insgesamt taugt Twitter eher für das Netzwerken innerhalb der Szene als für Freizeitwerbung – kann aber auch wichtig sein!

Whatsapp

Großer Whatsapp-Vorteil: Hat jeder! Also, fast. Nutzt Statusmeldungen, um Werbung zu machen. Und sorgt dafür, dass jeder und jede im Team diese Statusmeldungen ebenfalls nutzt. Im Idealfall macht ihr das geballt an einem Tag – das fällt dann wirklich jedem ins Auge. Über Broadcastlisten könnt ihr auch einen festen Adressatenkreis immer wieder ansprechen. Wichtig: Versichert euch, dass ihr auch die richtigen Leute für eure Broadcastliste auswählt (TeilnehmerInnen aus dem Vorjahr? Erziehungsberechtigte? Gemeindemitglieder?). Nicht alle interessieren sich für die gleichen Posts.

Up-to-date bleiben

In der Welt der sozialen Netzwerke verändern sich die Trends manchmal schnell. Es gibt in eurem Freizeitjahr ein Netzwerk, dass jeder nutzt? Dann nutzt es auch. Aber es gilt ebenso: Nicht jedes Netzwerk überlebt die Zeit. Ihr habt noch einen Account bei Myspace oder im StudiVZ? Dann lieber ein schnelles Ende. Nichts ist uncooler als ein altes und heruntergekommenes Profil. Also: Reitest du ein totes Pferd: Steig ab!

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