Reisebericht Balkan 2019 – oder: “Why didn’t you come yesterday?!”

In der letzten Woche sind Jonas und ich in den Balkan aufgebrochen. Viele von Euch fragen schon seit einiger Zeit, wann wir endlich Ziele in Kroatien anbieten können und wir hoffen, dass wir Euch im nächsten Katalog die ersten Ziele vorstellen können.

Zuerst haben wir unseren ersten Balkan-Partner überhaupt in Ljutomer (Slowenien) getroffen. Das Haus von Marjan Frlin (Gruppenhaus Ljutomer) haben wir Euch bereits im diesjährigen Katalog vorstellen können.

Von dort ging es quer durchs Land nach Kroatien, wo wir uns für zwei Nächte in Rijeka (Kulturhauptstadt Europa 2020!) eingenistet haben. Die alte Industrie- und Hafenstadt hat einen unglaublichen Charme und ähnlich wie die Stadt Essen in 2010 eine Menge Geld in alte Fabriken und Industrieanlagen investiert, um für das Kulturhauptstadtjahr moderne Museen, Kulturzentren, etc. zu schaffen. Mit ziemlicher Sicherheit wird euch der Stadtname also bei dem ein oder anderen Ausflugsziel noch weitere Male über den Weg laufen.

Bura!

Am nächsten Tag durften wir lernen, dass in Kroatien nicht nur die Kultur lebendig ist, sondern auch das Wetter: Es war Bura.
Die Kurzzusammenfassung lautet: Starke Fallwinde mit bis zu 200km/h starken Böen, die bevorzugt in Küstennähe auftreten (insbesondere in Kroatien); vollgesperrte Autobahnen, weil das Befahren zu gefährlich ist; stundenlange Umwege; Rückkehr ins Hotel abends 4 Stunden später als geplant um Mitternacht und generell alles an sich klammern, was man nicht eh in der nächsten Zeit neu kaufen wollte (einschließlich Brille im Gesicht!).

Wir haben an diesem Tag gelernt, dass Kroaten und Slowenen viele Dinge sehr viel entspannter und natürlicher nehmen, als man es aus unserem Land gewohnt ist.
Das mag auch etwas damit zu tun haben, dass die Bura den Leuten regelmäßig Terrasse und Garten verwüstet und man lernt die Dinge zu nehmen, wie sie kommen.

“Aaah… Why didn’t you come yesterday…?”

sprach Uros

Unser letztes Treffen am Mittwoch führte uns nach Triest. Die Stadt liegt in Italien und damit eigentlich nur neben und nicht auf unserer Route. Nachdem wir uns aber eine Stunde vorher telefonisch bei Uros – unserem nächsten Gastgeber – anmelden wollten und die Reaktion lautete: „Aaah.. why didn’t you come yesterday“ einigten wir uns schnell darauf, dass wir 3 Stunden Zeit überbrücken und Uros versucht, innerhalb dieser Zeitspanne am Haus anzukommen.
Für einen Tagesausflug sind 3 Stunden Aufenthalt etwas knapp. Aber um einen Tagesausflug für Euch auszuarbeiten, war nach gegessener Pizza (wenn man schon mal in Italien is(s)t…) noch genügend Zeit. Auch über Triest und was man getan und gesehen haben muss, werdet Ihr also sicherlich noch hören!

Nach etwa einer weiteren Stunde Fahrt wartete Uros an seinem Haus und mit einer Flasche Wein auf uns. Der Gruppenhaus-Besitzer und seine Familie sind nämlich nicht nur Touristiker, sondern auch Winzer – da versteht es sich von selbst, dass er uns beides zeigt. Weil die Familie schon seit mehreren Generationen in beiden Bereichen arbeitet, konnte Uros eine Menge über die Entwicklung von Tourismus und Weinanbau in Slowenien erzählen: Guter Wein, gutes Gespräch!

Wir freuen uns auf den Balkan!

Wer bereits auf dem Balkan war, wird bestätigen können, dass Land und Leute enorm gastfreundlich sind. Man versteht sofort, warum sich der Tourismus dort seit Jahren so kontinuierlich gut entwickelt und wir freuen uns schon darauf, euch hoffentlich bald auch das ein oder andere Stück balkanische (ich hab’s gegoogelt!) Gastfreundschaft anbieten zu können!

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