„Das hatten wir uns anders vorgestellt“ – Was tun, wenn’s vor Ort mal klemmt?

Stundenlang sitzen Gruppenleiter oft vor dem Computer und recherchieren jedes noch so kleine Detail für ihre Freizeit. Am Ende kennen sie alle Fotos von der Website auswendig und wissen dank unseren Ausflugskarten und Google Street View schon genau, wo sich der nächste Kanuverleih, Supermarkt oder Sammelpunkt für den Skilift befindet. Umso größer dann die Enttäuschung, wenn die Gruppe vor Ort eintrifft und Dinge nicht so vorgefunden werden, wie erwartet. Was kann die Leitung dann tun? Wir haben mal ein paar beispielhafte Szenarien, die unserer Erfahrung nach immer mal wieder vorkommen, aufgelistet und mögliche Lösungsvorschläge skizziert.

    • Problem: Die Gruppe kommt an, aber es ist niemand für die Hausübergabe da.
    • Lösung: Haltet euch unbedingt an die abgesprochenen Anreisezeiten. Meistens ist 16:00 Uhr die frühestmögliche Anreisezeit, alles andere bedarf einer gesonderten Absprache. Falls es sich unterwegs abzeichnet, dass die Gruppe ungeplant früher oder später eintrifft, sollten schleunigst die Hauspartner kontaktiert werden. Besonders in Skandinavien müssen Ansprechpartner manchmal 1-2 Stunden für eine Hausübergabe anreisen.
    • Problem: Einrichtungsgegenstände sind nicht sauber oder kaputt.
    • Lösung: Aus einem Duschkopf kommt kein Wasser? An der Kipp-Bratpfanne kleben noch Essensreste der Vorgängergruppe? Sprecht solche Mängel direkt vor Ort an. Nur wenn die Hauspartner wissen, was euch stört, haben sie überhaupt die Chance, Dinge auszubessern – beispielsweise einen Handwerker oder Reinigungspersonal vorbeizuschicken. Auch wenn nach der Übergabe noch Mängel auffallen, solltet ihr das den Hausbesitzern melden.
    • Problem: Ihr seid mit der Ausstattung nicht zufrieden, euch fehlt beispielsweise ein großer Topf in der Küche.
    • Lösung: Hilfe zur Selbsthilfe! Denkt pragmatisch und kauft einen Topf im örtlichen Supermarkt. Schenkt ihn nach eurer Abreise dem Haus und freut euch über gute Karma-Punkte.

Was könnt ihr also tun?

Wer aufmerksam gelesen hat, dem fällt auf: Der Schlüssel zu allen möglichen Problemen lautet Kommunikation. Nur, wer den Mund aufmacht und sorgfältig kommuniziert, hat überhaupt eine Chance, die Situation zu verbessern. Natürlich sollten die Gruppenleiter zu allererst das Gespräch mit den Hausbesitzern suchen. Was hattet ihr euch vorgestellt, was wünscht ihr euch für euren Aufenthalt? Unserer Erfahrung nach werden sich alle unsere Partner bemühen, euren Wünschen nachzukommen oder – falls ein Detail sich nicht ändern lässt – euch zumindest eine gute Erklärung für den Status Quo liefern.

Und noch ein ganz praktischer Hinweis: Nutzt unbedingt das zweisprachige Übergabe-Protokoll, das wir euch und den Vermietern vor der Anreise zugeschickt haben. Auch wenn man nach einer langen Anreise wenig Lust hat, bei einer Hausübergabe mit einem Zettel Papier in der Hand alle Räume abzulaufen, kann ein sorgfältig ausgefülltes Protokoll später in Situationen der Ungenauigkeiten Klarheit schaffen. Für beide Seiten.

Sollten Probleme vor Ort so eklatant sein, dass sie euren Aufenthalt ernsthaft verkomplizieren und sich auch nicht mit den Ansprechpartnern klären lassen, wendet euch bitte an uns. Wir kennen die Örtlichkeiten und unsere Hauspartner seit vielen Jahren und können auch von Halle/Westfalen aus oft gut vermitteln. Womit niemandem geholfen ist: Wenn ihr uns nach eurer Rückkehr eine Liste mit Dingen zukommen lasst, die nicht gut gelaufen sind. Nachträglich lassen sich nur wenig Kühe vom Eis holen. Daher meldet euch bitte, solange die Kuh noch auf dem Eis steht.

Und damit: Muh! Auf einen friedlichen Urlaub!

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