So könnt ihr die Nebenkosten für euer Gruppenhaus niedrig halten

1 Euro pro Person und Nacht. So lautete früher die Faustregel, mit der Freizeitleitende vorab die Nebenkosten für ihr Gruppenhaus kalkulieren konnten. Je nach Jahreszeit und Gruppengröße konnte der Betrag mal etwas abweichen, aber Pi mal Daumen haute die Rechnung hin. Doch dann überfiel Putin die Ukraine, stellte die Gaslieferungen nach West-Europa ein und löste damit eine internationale Energiekrise aus. Und an unserer Pi mal Daumen-Regel wurde damit kräftig gerüttelt. Für so manche Gruppen gab es seitdem ein böses Erwachen, als nämlich die Nebenkostenabrechnung der Hauspartner am Ende des Aufenthaltes plötzlich deutlich höher ausfiel als erwartet.

Damit euch das etwas erspart bleibt, haben wir für euch eine Handvoll Tipps zusammengetragen, mit denen ihr die Nebenkosten für euer Gruppenhaus möglichst niedrig halten könnt. Unsere neue Pi mal Daumen-Kalkulation verraten wir euch direkt unter Punkt 1.

1. Nebenkosten inklusive oder exklusive?

Checkt vor eurer Reise genau, was auf der Buchungsbestätigung für euer Haus steht. Bei etwa der Hälfte unserer Häuser sind die Nebenkosten im Preis inkludiert. Der Umwelt und auch den Hauspartnern zuliebe solltet ihr hier natürlich trotzdem auf einen sparsamen Verbrauch achten, ökonomisch seid ihr aber auf der sicheren Seite. Wenn die Nebenkosten nach dem Aufenthalt von der Gruppe selbst getragen werden, solltet ihr einen finanziellen Puffer einkalkulieren und diesen auch während der Freizeit immer im Blick halten. Wir empfehlen euch je nach Jahreszeit und Reiseland zwischen 2 und 4 Euro pro Person und Nacht zu rechnen.

2. Sparsam Heizen

Besonders Gruppen, die im Herbst und Winter verreisen, können bares Geld sparen, wenn sie sparsam heizen. Grundsätzlich gilt: Räume, die nicht genutzt werden, sollten nicht geheizt werden. Gruppenräume können so weit runtergeheizt werden, dass es erträglich kühl ist. Es kann auch sinnvoll sein, die Heizung grundsätzlich eher abzudrehen und sie erst unmittelbar vor Benutzung der Räume anzustellen. Dass Türen und Fenster geschlossen bleiben, während die Heizung läuft, gehört zum kleinen Energiespar-Einmaleins und versteht sich hoffentlich von selbst.

3. Strom sparen

Muss im Flur wirklich die ganze Nacht das Licht brennen? Können Ladegeräte und andere elektronische Geräte mit Akku aus der Steckdose ausgestöpselt werden, sobald sie nicht mehr benutzt werden? Auch beim Stromverbrauch lassen sich Nebenkosten einsparen. Eine Lösung könnte ein Strom-Beauftragter sein, den ihr innerhalb eures Leitungsteams benennt und in dessen Verantwortung die Kontrolle dieser Punkte liegt. Idealerweise übernehmen diese Aufgabe nicht gerade die Personen, die gerne früh schlafen gehen, sondern: „Der Letzte macht das Licht aus.“ Das Motto einfach mal wörtlich nehmen.

4. Wasser sparen

Auch der Wasserverbrauch einer Gruppe kann zum Kostentreiber der Nebenkosten werden. Beispielsweise dann, wenn im Sommer jeden Tag irgendwelche Gruppenspiele mit Wasser veranstaltet oder Pools befüllt werden. Auch exzessives Duschen kann teuer werden und ist – beispielsweise in Schweden, wo die Seen eine exzellente Wasserqualität haben und Duschen oft mit dem Wasser aus dem nahegelegenen See gespeist werden – zumindest aus hygienischen Gründen eher unsinnig.

5. Macht es zum Thema!

Egal, welche Gedanken zum Energiesparen ihr euch vor der Reise gemacht habt: Sie bringen alle nix, wenn die Gruppe nicht mitzieht. Also: Sprecht das Thema gleich zu Beginn eures Aufenthaltes im Plenum an. Lobt vielleicht sogar einen Preis für das Zimmer mit dem niedrigsten Energieverbrauch aus. Kündigt Stichproben an, sodass eure Teilnehmenden motiviert werden, auf ausgeschaltete Heizkörper und ausgeknipste Deckenleuchten zu achten. Auch ein Duschplan, der die Zeit unter der Brause pro Teilnehmenden regelt, kann helfen.

Geld, Energiekosten, Energiekrise

Wenn eure Gruppe diese Tipps berücksichtigt, dürfte der Energieverbrauch zumindest überschaubar bleiben. Die Hauspartner, euer Geldbeutel und nicht zuletzt unser Planet werden es euch danken!

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